Der Verein für Kyudo an der HHU e. V.

Der Düsseldorfer Verein unterrichtet den Stil der Shibata-Linie in der Heki Ryu Bishu Chikurin Ha und hält stetigen Kontakt zu den Meistern. Gegründet wurde er im Januar 2002 auf Initiative von Dr. Walter Dmoch, der 1988 vom Sportbogenschießen zum Kyûdô kam.

Als der Altmeister Kanjuro Shibata XX. Sensei erfuhr, daß Düsseldorf an einem großen Fluß liege, in den viele kleinere Flüsse münden, sagte er: „Das ist ein guter Ort, dort ist viel Kami!“ Dann nahm er Papier, Tusche und Pinsel und schrieb eine Kalligrafie. „Euer Verein heißt von nun an ‚Hôko’ “ meinte er. Die chinesischen Schriftzeichen ‚Berg’ und ‚Spitze’ in Verbindung mit ‚Tiger’ bedeuten im übertragenen Sinn ‚würdevolle Tiger’. Seither verwenden wir diese Tusche-Kalligrafie neben dem Kyûdô-Zeichen unseres Vereins: Der Kyûdôschütze, der vor einer Pflaumenblüte steht. Die fünf Blütenblätter symbolisieren zugleich die fünf Buddhafamilien und sind Teil des Familienwappens der Shibata-Linie. Der Geist von Hôko ist geprägt von Übungsdisziplin und meditativem Interesse; er folgt der Lehrtradition von Shibata, doch hat er auch mit anderen Kyûdô-Stilen Berührungspunkte: So übte der Vereinsgründer seit 1994 mit anderen Mitgliedern immer wieder im großen Dôjô des Alljapanischen Kyûdôbundes (Tôkyô) und studierte dort die Unterrichtsmethodik verschiedener Kyûdômeister. Anläßlich alljährlicher Japanreisen besuchen Mitglieder verschiedentlich den in Osaka lehrenden Prof. Stein, Autor des ersten deutschen Buches über das meditative Kyûdô (H.J. Stein: Die Kunst des Bogenschießens: Kyûdô) sowie den Zenmeister Suhara Kôn Sensei im Enma Dôjô des Enkakuji in Kamakura, mit dem sie Kyûdô üben konnten. Ebenso hält der Verein Verbindung zu Kyûdôjô anderer Schulen, bei denen wir willkommen sind, in den japanischen Alpen, nahe dem Fuji und in Yokohama. Regelmäßig besuchen Vereinsmitglieder ihren Bogenlehrer Shibata XXI. in Kyôtô, der uns ermöglicht, im dortigen Kyûdôjô des Budô-Zentrums zu üben.


Der Verein übt einmal pro Woche in einer Turnhalle. Man schießt dort auf einer Übungsdistanz von einer Bogenlänge auf Makiwara (runde Strohballen)die traditionellen Ziele – auch auf Mato in 20 m Abstand. Auf Anfrage ist es auch möglich, im Garten Bromberger Str. 22 auf 28 m Distanz und vor dem Makiwara zu üben und Unterricht zu bekommen. Interessierte können sich jederzeit gerne anmelden. Der Kostenbeitrag für Gäste incl. Anfängerunterricht (Equipment wird gestellt) pro Übungsabend beträgt 10 EUR, für Studenten und Rentner 5 EUR. Zuschauer sind bei unseren Übungen jederzeit willkommen. > Anmeldung